Change-Prozesse erfolgreich gestalten

Autorin: Katharina Peeters

Nahezu jeder hat es schon einmal selbst erlebt oder zumindest davon gehört: Ein Unternehmen startet einen Veränderungsprozess, der nach kurzer Zeit ins Stocken gerät. Schuld daran ist oftmals die Tatsache, dass im Vorfeld die aktuelle Bereitschaft zur Veränderung nicht ermittelt wurde und der darauf folgende Veränderungsprozess nicht auf diesen aktuellen Status angepasst war. Dazu bietet sich eine Reifegradanalyse an, die die Veränderungsbereitschaft zu Beginn eines Change-Prozesses aber auch zu bestimmten Zeitpunkten im laufenden Change-Prozess misst.

Basis: Analyse externer und interner Reifegradfaktoren

Diese Analyse beinhaltet einerseits eine externe und andererseits eine interne Perspektive. Extern bezieht sie sich auf alle Kontaktpunkte der Customer Journey und misst insbesondere den Reifegrad der Moments of Truth, also deren Eignung zum Transport der Markenidentität. Darüber hinaus werden die internen Prozesse analysiert, um zu verstehen, wie veränderungsbereit einzelne Organisationseinheiten sind.

So lassen sich die Instrumente des Change-Prozesses gezielt und wirksam einsetzen – angepasst an die Bedürfnisse und den aktuellen Stand der Mitarbeiter auf der einen, sowie der Kunden und Anspruchsgruppen auf der anderen Seite. Ein Scheitern des Prozesses wird wirkungsvoll verhindert und die Markenperformance kann nachhaltig gesteigert werden.

Ziel: Identifikation von Stellhebeln für einen erfolgreichen Change-Prozess

Durch die interne Messung der Veränderungsbereitschaft beispielsweise hinsichtlich der IT-Infrastruktur oder der Aufbauorganisation lässt sich die Frage beantworten, inwieweit die Voraussetzungen für einen Wandel gegeben sind. Die Stärken und Schwächen einer Organisation werden aufgedeckt und die Stellhebel zum weiteren Ausbau der Stärken identifiziert.

Die externe Bestimmung der Markenperformance ermittelt die relevanten, verhaltensbezogenen Moments of Truth, in dem die einzelnen Kontaktpunkte entlang der Customer Journey hinsichtlich ihrer Eignung zur Vermittlung der Nutzen und der Markenpositionierung bewertet werden.

Darüber hinaus lässt sich aus der Status Quo-Messung von Reifegradindex und Markenperformance ein optimaler, zukünftiger Zielwert aus Sicht der Zielgruppen ableiten.

Ergebnis: Motivierte Mitarbeiter und Commitment für den Change-Prozess

Wichtig in einem Change-Prozess ist die frühzeitige Einbindung der Mitarbeiter durch umfassende Informationen und aktive Partizipation. Durch die Reifegradanalyse wird intern ein besseres Verständnis und damit auch eine größere Bereitschaft für den Wandel erzielt. Darüber hinaus gewinnt man Commitment durch die Argumente, die unter Einbeziehung der gesamten Organisation entstanden sind. Dies stellt die Grundlage für die Initiierung des Prozesses dar. Die Mitarbeiter erkennen sich selbst wieder, dadurch wird das „not invented here“-Syndrom vermieden und damit die Ablehnung gegenüber der Veränderung. Denn jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, sich aktiv an dem Prozess zu beteiligen.

Insgesamt schafft eine Reifegradanalyse also Sicherheit und steigert die Motivation, den Wandel zu beginnen.

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