Gesättigte Märkte, eine hohe Wettbewerbsintensität oder steigender Erfolgsdruck sind mögliche Anlässe, die eine dezidierte Wachstumsstrategie erforderlich machen. Ziel ist es, die Position im Wettbewerbsumfeld zu verteidigen oder Wettbewerber gezielt anzugreifen. Das Wachstum soll dabei aber nicht um jeden Preis erreicht werden – sondern es soll nachhaltig und strategisch geleitet sein. Nur nach reinem Bauchgefühl zu agieren, greift hier deutlich zu kurz.

Die Motivation als Unternehmen zu wachsen, ist oftmals den externen, sich verschärfenden Rahmenbedingungen geschuldet, sie kann aber auch intrinsischer Natur sein. Aus unternehmerischem oder rein persönlichem Antrieb des Eigentümers heraus kann Wachstum forciert werden – etwa weil es Bestandteil der Vision ist. So mag es für den Unternehmer der persönliche Ehrgeiz oder das selbst gesteckte Ziel sein, höhere Deckungsbeiträge zu erwirtschaften und renditeorientiert zu wachsen.

Ein weiteres Motiv kann es sein, die Kraft der Marke als Kundenorientierungsprogramm für alle im Unternehmen nutzen zu wollen und damit die Marke als erfolgstreibenden Faktor nachhaltig im Unternehmen zu verankern und in die Umsetzung zu bringen. Oder Sie möchten Ihre Marke als ‚Advokat‘ nutzen – als Vermittler zwischen Ihrem Unternehmen, Ihrer Marke und dem Markt.

Dazu sollte zuerst eine klare Markenstrategie abgeleitet werden, indem die Unternehmensziele und die Markenziele in Einklang gebracht werden. Auf dieser Grundlage sollten Sie die Struktur und Organisation Ihres Portfolios hinterfragen, also alle Marken sowie alle markierten Produkte, Services und Produkteigenschaften. Danach können Sie mit Blick auf die Wünsche und Bedürfnisse der relevanten Zielgruppen und auf den Wettbewerb Ihre Marken positionieren.